In the Studio

Andreas Duscha

Wien, Österreich

»To confuse, not to conceal«

Andreas Duschas Arbeit ist von einer ästhetischen Hintergründigkeit und poetisch abstrakter Bildsprache geprägt. Hierbei greift er Ereignisse und Begebenheiten von unterschiedlicher Relevanz auf, aus denen er neue Erzählstränge konstruiert. Wir trafen ihn in seinem Atelier, nahe der Schrebergarten-Siedlung in Wiens 15. Gemeindebezirk. Er war gerade dabei, eine Installation aus Spiegeln für den Versand nach Köln vorzubereiten. Es ist sein Beitrag für New Positions, den Kunstpreis der Art Cologne, an dem er als einer von 21 ausgewählten Künstlern teilnehmen wird.


Der Boden ist sehr rutschig, was machst du hier?
Ja passt auf, hier ist es extrem rutschig. Ich baue hier sozusagen den Messestand der Galerie Christine König auf der Art Cologne nach. Dort werde ich eine Einzelpräsentation zu den New Positions zeigen, in der ich mich mit dem Thema „Tarnen und Täuschen“ auseinandersetze. Neben den einzelnen Arbeiten werde ich auf dem Boden eine flächendeckende Grafitzeichnung aufbringen. Hierbei lasse ich mich von der Idee der „Dazzle Camouflage“ inspirieren. Die Geschichte zur „Dazzle Camouflage“ finde ich sehr interessant. 1910 gab es einen Wettstreit zwischen einem Zoologen und einem Künstler, die beide für die britische Marine ein System entwickeln sollten, wie man deren Schiffe mit einem speziellen Camouflage-Muster tarnen könne. Lustigerweise hat der Künstler gewonnen und nicht der Zoologe, obwohl sie beide sehr ähnliche Ideen hatten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden der militärischen Tarnung beabsichtigt „Dazzle Camouflage“ nicht die Blendung des Gegners, sondern erschwert die Abschätzung der Entfernung zum Objekt. Letztendlich versuchte man das durch ein in sich verschränktes Schwarz-Weiß-Muster, das großflächig auf die Schiffe aufgebracht wurde. Norman Wilkinson, so hieß der Künstler, gründete eine eigene Kunstrichtung, den „Vorticism“, der eine Mischung aus Kubismus und Futurismus darstellt. Bei den Schiffen ging es nicht darum, sich der Umwelt anzupassen, sondern eher um „to confuse, not to conceal“, da die Periskope der Schiffe früher mit Vexierbildern gearbeitet haben, sprich, zwei Bilder wurden übereinandergelegt, um die Entfernung und Geschwindigkeit des gegnerischen Schiffes abschätzen zu können. Das funktionierte aber bei den „Dazzle Paintings“ nicht. Hier entsteht ein Moiré-Effekt, der den Gegner vollkommen verwirren sollte. Man sagte damals: „They are like a migraine to your head.“ 

In einer Serie von sechs Arbeiten beschäftige ich mich damit. Sie zeigt zwei extrem vergrößerte Ausschnitte von Fotografien von „Dazzle Camouflage“-Schiffen, die ich sieben Zentimeter verschoben habe. Sieben Zentimeter entsprechen dem Augenabstand beim Menschen. Wenn man aus der richtigen Perspektive draufschaut, also direkt davorsteht, ergibt sich ein dreidimensionales Bild. Bei mir funktioniert das nicht, aber es gibt Leute, die können das sehen. Die Bodenarbeit wird ein „Dazzle Camouflage“-Motiv: Schwarz und Grafit. Man kann die Kontraste kaum unterscheiden, wenn man drüberläuft. Die Grafitflächen sind noch sehr rutschig. Das wird auf der Messe aber anders sein, denn dann wird der Grafit noch fixiert und somit stumpfer. Die einzelnen Bodenplatten werden wir hier im Atelier so vorbereiten, dass wir sie anschließend gut nach Köln transportieren und aufbauen können.

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to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

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to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

to confuse, not to conceal, 2016
50x60cm, Glas, Silber, UV-Print, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Die Spiegelinstallation an der Wand bildet den Kern deiner Präsentation.
Ja, die wird auch sehr viel schwieriger zu transportieren sein. Die Arbeit besteht aus einer Anordnung von sechzehn Spiegeln, die teilweise von Glasplatten überlappt werden. Hier spiele ich mit verschiedenen Ebenen, die durch die diversen Spiegelungen die Realität mehrfach verfälschen. Ich möchte die Kubismus-Idee noch mal aufnehmen und das Inhaltliche wieder ins Formale transferieren. Durch die verschiedenen Schichten der teilweise transparent gegossenen Spiegel kann man das Muster am Boden sehr gut erkennen.

Mich fasziniert die Arbeit mit dem unaussprechbaren Namen. Was hat es damit auf sich?
Du meinst Mamihlapinatapai? Das Wort habe ich in einen Spiegel geätzt. Es gilt als das „unübersetzbarste“ Wort überhaupt. Das Wort kommt aus der Sprache der Yaghan Indianer aus Feuerland und bedeutet; „A look shared by two people, each wishing that the other would initiate something they both desire but which neither wants to begin.“
Da ich ein Konzeptkunst-Fan bin, zitiere ich visuell Joseph Kosuth, indem ich die Schrift nachgebaut und sie genau so gesetzt habe, wie er sie bei seiner Arbeit One and Three Chairs verwendete.

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Mamihlapinatapai, 2016
80x60cm, Glas, Silber, geätzt, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Hast du den Satz in den Spiegel geätzt oder graviert?
Das ist eingeätzt. Eigentlich wird das mit Flusssäure gemacht, die man aber nicht mehr frei kaufen kann, da sie sehr giftig ist. Das Verrückte ist aber, dass die amerikanische Home-Dekor-Queen Martha Stewart ein Produkt anbietet, das diese Säure enthält. Damit ätze ich nun meine Spiegel.

Woher bekommst du die Spiegel, die du für deine Arbeiten brauchst?
Die Spiegel sind alle selbst gemacht. Angefangen habe ich mit den Spiegeln, als ich eine Residency in der Slowakei hatte und für eine Arbeit auf der Suche nach alten Spiegeln war, die „blinde Flecken“ haben sollten. Leider bin ich nicht fündig geworden und habe deshalb im Internet nach einem Rezept gesucht, wie ich selbst Spiegel herstellen kann. Am Anfang war es eine Katastrophe. Die Spiegel sahen einfach richtig mies aus. Nun mache ich sie seit über zwei Jahren selbst und kann es mittlerweile relativ gut. Neben fast transparenten Spiegeln und solchen mit Rottönen kann ich auch fast ganz schwarze Spiegel gießen. Es gehört da wirklich sehr viel Übung dazu, denn man kann den Spiegel nicht nur durch die Dicke des Auftrags der Chemikalien beeinflussen, sondern auch inwiefern man das Ganze dann fixiert. Eigentlich werden Spiegel rückseitig mit Bitumenlack fixiert. Bei meiner Arbeit im 21erHaus (Boston Consulting Award 2015) habe ich das allerdings nicht gemacht. Das heißt, dass die Spiegel über Jahre hinweg der Luft ausgesetzt sind und in sieben bis acht Jahren komplett schwarz sein werden.

Machst du die Spiegel hier in deinem Atelier?
Ich mache alles hier, ja. Deswegen bin auch froh, dass ihr erst heute gekommen seid, denn bis vor zwei Tagen stand hier ein riesiger Tisch, den ich für die Produktion der Spiegel gebraucht habe. Dann wird hier mit Chemie hantiert, und das ist nicht immer angenehm und echt ziemlich giftig. 

Untitled, 2016
50x40cm und 20x40cm, Glas, Silber, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Untitled, 2016
50x40cm und 20x40cm, Glas, Silber, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Arecibo, 2016
150x100cm, Kohlepapier,gerahmt, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Arecibo, 2016
150x100cm, Kohle auf Papier, gerahmt, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Für mich ist das eine der vielen Entwicklungen, die man in der Kunst im Augenblick beobachten kann: Ästhetik vor Inhalt. Als Künstler beobachtest du natürlich sehr intensiv, was um dich herum passiert, und du kuratierst ja auch Ausstellungen. Gibt es so etwas wie Trends, die du ausmachen kannst?
Was es momentan wirklich viel gibt, sind Künstler, die ein Bild aus dem Internet nehmen, das eigentlich vollkommen „unauratisch“ ist, weil es im Grunde ja nur als binärer Code existiert, und schalten dann analoge Techniken dazwischen, die es in ein Original umwandeln. Also sozusagen eine persönliche Aneignung eines Objektes – ein umgekehrter Walter Benjamin sozusagen.

Was mir noch auffällt, ist, dass das Medium der Skulptur immer beliebter wird. Den Grund hab ich noch nicht ganz erschlossen. Die Museen können Skulpturen ja schlecht ankaufen, weil sie diese nicht lagern können. Die haben alle keinen Platz. Lagerplatz kostet einfach Geld! Ein Grund dafür könnte sein, dass man Skulpturen gut outsourcen kann. Man schickt eine Skizze in die Werkstatt, und die baut dir die Skulptur dann. Das geht bei Malerei nicht so einfach. Der Druck, erfolgreich zu sein, ist schon sehr groß. Wenn man an dreißig, vierzig Ausstellungen im Jahr teilnimmt, kann man das ja gar nicht alleine schaffen. Da braucht man ein Team an Leuten, die einen dabei unterstützen. Mir hilft zurzeit meine Assistentin Sophie, sie ist die Beste, das ist ein wahnsinniges Glück für mich. Zusammen schaffen wir das alles wunderbar. Wenn ich mir dann vorstelle, ich hätte jetzt 25 „Sophies“, dann könnte man wegschaffen ohne Ende. Das würde dann aber mehr einer Fabrik entsprechen und hätte weniger mit künstlerischer Arbeit zu tun. 

Bei manchen Künstlern merkt man, dass sie tatsächlich sehr unter dem Druck des Kunstmarkts stehen! Das kann sehr schnell verzweifelt wirken. Bei dir ist das anders, was ich sehr angenehm finde. Eines baut auf dem anderen auf, und man erkennt den roten Faden.
Das mit dem Druck ist so eine Sache. Vor allem die Generation der heute 25-jährigen Künstler macht sich den Druck ja teilweise selbst. Eine Ausstellung gleicht heute der anderen, egal ob man sie in Köln anschaut oder in Zürich – alles ist auf den „Art-Basel-Verkaufsmodus“ nivelliert. Ich komme ja aus einer anderen Zeit. Als ich studiert habe, diskutierten wir noch darüber, ob wir überhaupt am Rundgang der Akademie teilnehmen wollten, ob wir die Repräsentationsstrategien der Akademie unterstützen oder nicht doch lieber für den Elfenbeinturm Kunst schaffen wollten! Heute sind da 3000 Leute beim Akademierundgang und machen Techno Rave. Das steht in keinem gesunden Verhältnis! Mir sind die Marktmechanismen durchaus bewusst. Bis zu einem gewissen Grad muss man da auch mitmachen, weil man ja selbst auch Miete bezahlen muss. Da bin ich Realist. Das ist okay so, ich habe auch kein Problem damit. 

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Ist Kunst für dich eine Art Berufung, oder verstehst du darunter eine Arbeit wie jede andere auch?
Mir würde es zwar zu weit gehen, „Kunst als Berufung“ anzusehen, denn das ist für mich zu sehr mit der Vorstellung des „Künstlers als Genie“ verbunden. Kunst als Job, als Business zu sehen, finde ich aber schon problematisch. Es kommt einem vor, als ob sich viele die Frage stellen würden, ob sie lieber Zahnmedizin studieren sollten oder Kunst. Bei der Kunst kannst du zumindest auf den cooleren Partys rumhängen, viel schneller Kohle machen – also studieren sie Kunst. Mir fehlt dabei einfach die kritische Reflexion. Ist es nicht auch unsere Aufgabe, dass wir gegen etwas sind? Müssten wir nicht vielmehr hinterfragen, ob vieles da draußen sinnvoll ist?

Siehst du das als die Aufgabe eines Künstlers, die Welt zu hinterfragen?
Ich bin kein großer Freund von explizit politischer Kunst. Ich finde, dass die Entscheidung, Künstler zu werden, schon eine politische Entscheidung per se ist, denn man begibt sich damit bewusst in eine prekäre Situation. Anders als bei vielen Leuten, die einer „klassischen“ Arbeit nachgehen. Als Künstler kann man daher eigentlich nicht unpolitisch sein.

Ich persönlich interessiere mich einfach für gesellschaftliche Themen. Bevor ich angefangen habe, Kunst zu studieren, habe ich Soziologie, Geschichte und Psychologie studiert. Das Interesse an der Gesellschaft und deren Themen war also schon immer da. Wenn ich so überlege und mir vorstelle, ich sollte abstrakte Malerei machen – ich hätte gar keine Idee, wie ich das angehen sollte. Ich kann es auch nicht, da bin ich relativ talentbefreit.

Woher nimmst du denn deine Ideen? Was inspiriert dich?
Früher habe ich sehr viel gelesen, davon zehre ich noch ein bisschen. Heute recherchiere ich sehr viel im Internet. Da stolpert man schon über die einen oder anderen interessanten Dinge. Es gibt beispielsweise eine Arbeit von mir über Annie Taylor. Sie war eine Lehrerin aus den USA, die sich dafür entschieden hat, dass sie berühmt werden will. An ihrem 63. Geburtstag bestieg sie ein Holzfass und ließ sich die Niagarafälle hinunterstoßen. Der geglückte Stunt machte Annie Taylor über Nacht berühmt. Am Tag vorher wurde das Unterfangen mit einer Katze ausprobiert. Niemand weiß, ob die Katze den Sturz von den Niagarafällen überlebt hat. Taylors Ruhm verblasste ganz schnell, und so nutzte sie die Story mit der Katze und trat mit ihrem Fass und immer anderen Katzen über Jahre bei amerikanischen Freakshows auf. Es bildete sich ein Mythos um die Katzen. War es die echte Katze, oder war die echte Katze bereits tot? Es sind letztendlich solch kuriose Begebenheiten, die mich interessieren. Auch diese Geschichte habe ich im Internet entdeckt.

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Der Prozess der Recherche ist ja fester Bestandteil deiner Arbeit.
Ich betreibe schon sehr intensive Recherchen, das stimmt. Ich beiße mich dann oft fest an einem Thema. Die Schwierigkeit ist eher, auf das richtige Thema zu kommen. Irgendwie bin ich so ein Recherche-Junkie, sowohl für meine Arbeiten als auch für meine anderen Projekte, die ich mache – zusammen mit Marlies Wirth kuratiere ich ja immer wieder Ausstellungen. Ich mag Kunst einfach wirklich gerne, daher verfolge ich aufmerksam, was andere machen. Die beste Seite überhaupt ist für mich: »Who whore it better«.

Dort werden Künstler gezeigt, welche dieselbe Arbeit gemacht haben. Die Arbeiten werden einfach kommentarlos nebeneinandergestellt, ohne dazuzuschreiben, wer die Arbeit zuerst gemacht hat. Das ist grandios, denn man will ja wissen, wenn jemand das Gleiche macht, an dem man selbst gerade arbeitet. Wenn das mal passiert, ist das okay, aber wenn man es weiß, finde ich es irgendwie komisch.

Ich beobachte auch gerne, wohin sich die Kunst entwickelt. In letzter Zeit sieht man überall Grünpflanzen. Ich weiß gar nicht, wie viele Ausstellungen ich gesehen habe, wo irgendein Spinner eine Yuccapalme hingestellt hat. Es gibt viele, die anscheinend ihren „grünen Daumen“ entdeckt haben. Das ist wirklich auffällig.

Du hast es eben angesprochen, du kuratierst auch Ausstellungen. Siehst du dich da eher in der Rolle eines Kurators, oder ist es für dich ein künstlerisches Statement, eine Ausstellung zusammenzustellen?
Es ist ein Riesenglück, dass Marlies Wirth und ich zu 90 Prozent inhaltliche Überschneidungspunkte haben. Bei unseren gemeinsamen Ausstellungen steht immer die Idee im Vordergrund, nach der dann explizit Künstler ausgesucht werden – weniger nach deren Gesamtwerken, sondern nach ganz spezifischen Arbeiten. Man zitiert sozusagen etwas und entwickelt es im Kontext weiter. Das ist meiner Arbeit als Künstler nicht so unähnlich.

Ich bediene mich bei meinen Arbeiten aus einem Baukasten der Kunstgeschichte. In meiner Arbeit über die Gebetsräume auf Flughäfen stand für mich fest, dass ich die Ästhetik der Bechers zitieren wollte. Somit war klar, wie die Fotografie angelegt sein muss. Es ist eine bewusste Entscheidung, dass man sich in einer Tradition bewegt. Man kann ja schlecht so tun, als wüsste man nicht, was in der Vergangenheit alles so gemacht worden ist.

Vielleicht sind Künstler sowieso die besseren Kunsthistoriker bzw. die besseren Kuratoren.
Was Künstler vielleicht tatsächlich besser können als Kuratoren ist der Umgang mit dem Raum. Darin haben Künstler einfach sehr viel mehr Erfahrung als Kuratoren. Auf der anderen Seite können Kuratoren tausend Mal besser Texte schreiben, weil die eben auf dem Gebiet einfach viel mehr Übung haben.

Zusammen mit Cathérine Hug und Clemens Berger hast du vor ein paar Jahren eine Gesprächsreihe „Kleinodien – Anomalous Talks“ organisiert, bei der ihr Personen eingeladen habt, um über deren Leidenschaft des Sammelns zu sprechen. Sammelst du selbst auch?
Das war sehr spannend. Wir haben zum Beispiel mit Wittigo Keller, dem Kurator des Bestattungsmuseums Wien, über seine Leidenschaft gesprochen, alles, was mit Tod und Sterben zu tun hat, zu sammeln. Sammeln an sich finde ich sehr faszinierend. Das hat mit Leidenschaft zu tun und mit Macht. Ich selbst bin aber ganz und gar kein Sammler, weder Kunst noch sonst irgendetwas. Ich bin eher der Wegschmeißer.

Du bist vor über zehn Jahren nach Wien gekommen. Wieso Wien?
Ich bin schon seit sechzehn Jahren hier und will auch weiter hier bleiben. Ich mag Wien voll gerne und würde es körperlich gar nicht mehr schaffen, mich in einer neuen Stadt einzuleben und alle Kontakte, die ich für meine künstlerische Arbeit brauche, neu aufzubauen. Als Künstler ist es in Wien sehr angenehm zu leben. Ich mag es sehr, dass man hier vieles zu Fuß erreichen kann. Meine Wohnung ist im 2. Bezirk – im Sommer laufe ich abends gerne nach Hause. Das wäre in anderen Städten gar nicht möglich. Das ist dann meine Zeit zum „Runterkommen“. 

Interview: Michael Wuerges, Silvia Jaklitsch
Photos: Maximilian Pramatarov

Links
Andreas Duscha Website
Christine König Galerie, Wien
SZ-Magazin über die Serie Gebetsräume


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