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Thilo Jenssen »Smooth Operator«

Editionen
Medizinisches Personal mit Handschuhen führt Brustkompressionen bei liegendem Patienten durch.

Smooth Operator (#07), 2019

UV-Druck auf Aluminiumplatte auf perforiertem Metallrahmen 
optionale raumgreifende Montagemöglichkeiten sind auf Anfrage und gegen Aufpreis erhältlich
40 x 30 cm (15.7 x 11.8 Zoll)

Serie von 10 Unikaten + 3 AP

800 Euro

Inklusive 13% MwSt. Bitte kontaktieren Sie uns für Versandoptionen und Preise in anderen Währungen.

Smooth Operator, 2019

Thilo Jenssens Edition Smooth Operator knüpft an die Werkserie Stabile Zustände an, eine Kompilation unterschiedlichster Abbildungen der „stabilen Seitenlage“, und basiert auf einem medizinischen Handbuch von 1975, aus dem er Bilder von Erste-Hilfe-Maßnahmen fragmentarisch herausnimmt und durch selektive Ausschnitte intime und teilweise groteske Momente erzeugt. 

Der ursprünglich didaktische Zweck dieser Abbildungen wird von Jenssen somit überschrieben, was eine Neucodierung der angeeigneten Zeichen darstellt. Die UV-Druckverfahren bedruckte Metallplatte ist zusätzlich an vereinzelten Stellen durchbohrt, wodurch einerseits ihre Materialität betont wird und gleichzeitig Assoziationen mit Markierungen oder Akkupunktur geweckt werden.

Der Titel Smooth Operator ist dem gleichnamigen Song von Sade aus 1984 entliehen und verweist auf den ausführenden Akteur, der auf den Abbildungen nur peripher zu sehen ist und scheinbar von „Außen“ ins Bild eingreift.

Eine Vierkantrohr-Konstruktion mit vorgebohrten Löchern als Rahmen lässt für die Arbeit verschiedenste Formen der Installation im Raum zu – etwa von der Decke hängend, von der Wand im neunzig Grad Winkel hervortretend – ähnlich dem Schild eines Ladengeschäfts –, oder flach an der Wand montiert. 

In ihrer Körperlichkeit - räumlich wie inhaltlich - kommt Smooth Operator mit anderen Ansätzen in Jenssens künstlerischem System überein und lotet das ambivalente Verhältnis von Halt und Einschränkung, Kontrolle und Unterstützung aus.

Person in hellen Jeans mit Gürtel und Hemd; Nahaufnahme von Taille bis Knie vor dunklem Hintergrund.

Smooth Operator (#01), 2019

Person wearing a white shirt, close-up, adjusting the collar with their hand.

Smooth Operator (#02), 2019

Zwei Personen greifen den Unterarm einer anderen fest, der Arm wird senkrecht nach oben gehalten, schwarzer Hintergrund.

Smooth Operator (#03), 2019

Weiße Stoffbahn drapiert über Metallgestell vor schwarzem Hintergrund.

Smooth Operator (#04), 2019

Person hält weißes Tanga-Bikinihöschen in Dreiecksform vor schwarzem Hintergrund.

Smooth Operator (#05), 2019

Person liegt auf dem Rücken und schaut nach oben; eine weitere Person stützt den Kopf, oben rechts trägt eine Person eine Schutzmaske.

Smooth Operator (#06), 2019

Medizinisches Personal mit Handschuhen führt Brustkompressionen bei liegendem Patienten durch.

Smooth Operator (#07), 2019

Nahaufnahme zweier Personen; eine Person fasst den anderen am Oberarm, Armbanduhr am Handgelenk sichtbar.

Smooth Operator (#08), 2019

Person liegt seitlich auf schwarzem Hintergrund und schläft, Arm ruht unter dem Kopf.

Smooth Operator (#09), 2019

Nahaufnahme eines Oberkörpers mit Halskette aus zwei Herzen; eine Hand hält eine Plastikverpackung an der Brust.

Smooth Operator (#10), 2019

Mehrteilige Schwarzweiß-Fotografien an weißer Wand; Hände in Interaktion zu sehen; rechts gelbe Rohrleitung.
Black-and-white photo of a person lying on their back, looking upward, with a hand near their face, taped to a white wall.
Installationskunstwerk: Gelbes senkrechtes Rohr an weißer Wand, schwarzes Quadrat mit Schwarz-Weiß-Foto einer Person, die ein Kuscheltier umarmt.
Schwarzweißfotografien hängen an einer weißen Galeriewand; Holzboden, Glasdoppeltüren im Hintergrund, gelber Stützpfosten rechts.
Schwarzweißes Foto einer Hand, in Galerie an Metallpfosten aufgehängt; weitere Bilder an Wand im Hintergrund.
Zwei vertikale Stahlrohre mit Wandbefestigungen; rechts ein schwarz-weißes Foto eines sitzenden Menschen am Rohr.

Thilo Jenssen

Thilo Jenssens (*1984 in Daun, Deutschland) Arbeiten locken mit spiegelnden, glattpolierten Oberflächen in schimmernden, glitzernden, und manchmal changierenden Farben, einer Struktur, die unmittelbar an Screens denken lässt. Seine Paintings sind mit Impulsen der Gegenwart aufgeladen und distanzieren sich so von einer rein historischen Zuschreibung zur Finish Fetish-Bewegung, welche in Südkalifornien in den 1960er Jahren aus einem an der Westküste verbreiteten Automobilkult aufkam. 

Inspiriert von Einflüssen aus der Pop Art und Alltagskultur versucht Thilo Jenssen mit Lacken, Metallstrukturen sowie ihrem Kontext entrissenen Objekten und Zeichensystemen, neue Bezüge und Leseweisen herzustellen. Der Künstler sieht seine Praxis primär von der Malerei beeinflusst. Diverse Halterungen und Befestigungen lösen seine Arbeiten jedoch oftmals von der Wand und lassen diese eine räumliche und performative Anziehungskraft entwickeln.

Thilo Jenssen Arbeiten sind Teil von Privatsammlungen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und in Italien und wurden von institutionellen Sammlungen wie der fotografischen Sammlung der Pinakothek angekauft.

Lesen Sie auch unser Ateliergespräch mit Thilo Jenssen.

Person in dunkler Jacke sitzt seitlich auf Hocker an einem Tisch im Kunstatelier, schaut nach links, Wand mit Gemälden dahinter.

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