Editionen

John Skoog
»Walls«

Th Jskoog Walls Neu

Mit Handscanner gescannte Mauerstücke, Laserdruck auf 120g Blueback-Papier.

Distanzrahmen aus weiß lasiertem Ahornholz von Halbe.

Größe: 47,6 x 28 cm (18.7 x 11 Zoll)
Auflage: 11 Unikate (jeweils + 1 AP)

Handsigniert und nummeriert vom Künstler. Exklusiv für Collectors Agenda. Jedes Exemplar wird mit John Skoogs aktueller Publikation VÄRN, erschienen im Verlag für moderne Kunst, geliefert.

Die Edition trägt den kollektiven Titel Walls (2015). Jede Editionsnummer stellt ein Unikat dar und trägt ihren eigenen Werktitel. Die einzelnen Werktitel sind in den Bildunterschriften angegeben.

600 Euro

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06 Jskoog Riftwall1 Frame
Mit Handscanner gescannte Mauerstücke, Laserdruck auf 120g Blueback-Papier, im Distanzrahmen aus weiß lasiertem Ahornholz der Firma Halbe.

»Walls« (2015)

In Reduit (Redoubt) aus 2014, jenem Film, mit dem der Künstler den renommierten Baloise Kunst-Preis gewonnen hat, wird der Bezug zwischen persönlichem Schicksal und geschichtlicher Situation sowie zwischen landschaftlicher Weite und existenzieller Enge anhand der Geschichte eines Bauern erzählt, der seine Strohhütte mit Metallschrott in eine Festung umbaute. Den Anlass für dieses auf den ersten Blick skurrile Verhalten lieferte die im Zuge des Kalten Krieges von der schwedischen Regierung ausgegebene Warnung vor möglichen sowjetischen Angriffen.

Der Bau, unweit von Skoogs Heimat, besteht aus klobigen Schichten holzbewehrten Betons über einem Strohhüttengerüst. Mit eingebaut wurden allerlei Fundmaterial und Müll, zum Beispiel Fahrradteile oder Bettgestelle. Karl-Göran Persson, der Bauer, dem das Gebäuder gehörte, wollte damit für das ganze Dorf einen Schutzraum vor einer drohenden sowjetischen Invasion schaffen. 
Heute steht sein Bunker verwittert da als ein Monument, eine Touristenattraktion und monolithisches Schandmal.

Für seine Edition Walls, die aus elf Einzelarbeiten besteht, machte sich Skoog mit seinen Brüdern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion daran, die verschiedenen Wände des Bunkers zu dokumentieren. Anfängliche Versuche die Wände abzufotografieren entsprachen nicht Skoogs Vorstellungen. Mit Hilfe eines einfachen Handscanners scannten sie Bahn für Bahn die Wände und legten die Einschlüsse im Beton frei.

01 Jskoog Riftwall 1 3

von links nach rechts: (Rift 1) South Wall; (Rift 2) North Wall; (Rift 3) South Wall

02 Jskoog Riftwall 4 6

von links nach rechts: (Rift 4) East Wall; (Rift 5) North Wall; (Rift 6) East Wall

03 Jskoog Riftwall 7 9

von links nach rechts: (Rift 7) West Wall; (Rift 8) East Wall; (Rift 9) West Wall

04 Jskoog Riftwall 10 11

von links nach rechts: (Rift 10) South Wall; (Rift 11) East Wall

Über John Skoog

Der schwedische Künstler John Skoog (*1985 in Kvidinge, Schweden) verbindet in seinen Foto-, Film- und Videoarbeiten historische und alltagsgeschichtliche Recherche mit einer poetischen und fiktionalen Atmosphäre, die in der filmischen und literarischen Tradition der skandinavischen Moderne gründet. Auf der Art Basel wurde er mit dem renommierten Baloise Kunst-Preis für das Video Reduit (Redoubt) von 2014 ausgezeichnet. Von 2007 bis 2012 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt am Main, 2010 an der Malmö Art Academy und von 2005 bis 2006 an der Hochschule für Fotografie, Universität Göteborg. John Skoog lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Maglaby, Schweden.

05 Jskoog

Links
Johan Berggren Gallery, Malmö
Pilar Corrias Gallery, London


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VÄRN
Herausgeber: MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, MUMOK Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien
Vorwort: Susanne Gaensheimer, Karola Kraus 
Texte: Klaus Görner, Rainer Fuchs, Anne Carson, Andréa Picard, Amalia Smith
Sprache: Deutsch/Englisch
Details: Paperback, 208 Seiten, 60 Abb. in Farbe
ISBN 978-3-903004-27-6
25 Euro

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