Editionen

Lúa Coderch
»Souvenir [Onyx]«, 2016

Th Neu Lcoderch Souvenir Onyx

Digitaldruck auf PVC Luftmatratze
Größe: 293 x 155 x 10 cm (115.4 x 61 x 3.0 Zoll)

Auflage von 8 + 1 AP

1.440 Euro

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Souvenir [Onyx] (2016)

Souvenir [Onyx] ist eine aufblasbare Replik der charismatischen Onyx-Wand, dem architektonischen Hauptelement des Deutschen Pavillons von Mies van der Rohe in Barcelona aus PVC. Das Werk ist inspiriert von International Style [Onyx Wall], einer maßstabsgetreuen Reproduktion der selben Wand, die anlässlich einer Ausstellung 2014 in der Miró Foundation entstand. 

72 Tage lang untersuchte Coderch darin unter anderem die historische Entwicklung von Barcelona und die Materialität geschichtlicher Ereignisse. Nachdem der Mies van der Rohe Pavillon 1930 abgerissen worden war, beschloss Barcelona 1986, ihn als Architekturikone und Touristenattraktion neu zu errichten – ein Versuch, Erinnerungen an das Franco-Regime hinter sich zu lassen und demonstrativ an das internationale Zeitgeschehen anzuknüpfen. Die Originalbaupläne waren im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. In Folge dessen konnte der Pavillon nur anhand von Archivfotos nachgebaut werden. So umgibt den Pavillon heute eine geisterhafte Aura. 

Die verformbare Eigenschaft der aufblasbaren Skulptur verkörpert für Coderch die Relativität von Zeit und Geschichte, und bringt die manipulative Absicht hinter dem Neuaufbau zum Ausdruck. Souvenir [Onyx] verweist auf dieses imposante Unikat von Lúa Coderch und vermag auch als Edition im Maßstab 1:4, den Betrachter in seinen Bann zu ziehen.

01 Neu Lcoderch Souvenir Onyx

Über Lúa Coderch

Lúa Coderch (*1982 in Iquitos, Peru) lebt und arbeitet in Barcelona. Sie interessiert sich für das Oberflächliche und Scheinbare. Sie untersucht die Materialität persönlicher und historischer Schilderungen und die ästhetische Qualität von Phänomenen wie Aufrichtigkeit, Wert oder Täuschung, die sie intensiv recherchiert und mit unterschiedlichen künstlerischen Medien und Strategien transportiert. 

2014 konzipierte Lúa Coderch für The Magic Mountain in der Miró Foundation 72 Tage lang eine erzählerische Kunstforschungsreihe in 72 Kapiteln, die historische Gegenwart und die Zwänge von Erwartungshaltungen untersuchte. Sie setzte sich intensiv mit dem Montjuïc Berg auseinander, eine touristische Enklave, die immer wieder aufs Neue Anlass für Diskurs und Fantasie bietet, auf dem sich auch die Miró Foundation befindet. Dort fanden auch 1992 die Olympischen Spiele und 1929 die Weltausstellung statt, für die der Mies van der Rohe Pavillon errichtet wurde.

Lúa Coderch wurde in zahlreichen Solo-Ausstellungen gezeigt, darunter Night in a Remote Cabin Lit by a Kerosene Lamp (Galería Angels Barcelona, 2015), Gold (Suñol Foundation, Barcelona, 2014), La parte que falta (Galería Bacelos, Madrid, 2014) und The Magic Mountain (Espai 13, Joan Miró Foundation, Barcelona, 2013-14). Gruppenausstellungen waren unter anderem Especies de Espacios (MACBA, 2015-16), ¿Por qué no lo llamas entropía? (Encuentro de Cultura Contemporánea de Guadalajara, México, 2015), The World of Interiors (The Green Parrot, Barcelona, 2014) und The future doesn't wait (La Capella, BCN Producció, 2014). 2016 wird sie das Videoprojekt Shelter präsentieren, das von der BBVA Foundation unterstützt wird. Lúa Coderch wird von der Galerie Àngels Barcelona vertreten.

06 Lcoderch Souvenir Onyx
01 Lcoderch Souvenir Onyx

International Style [Onyx Wall] in der Fundació Joan Miró, Barcelona, 2014. Mit freundlicher Genehmigung der Fundació Joan Miró © Pere Pratdesaba.

02 Lcoderch Souvenir Onyx

Original Onyx-Wand im Mies van der Rohe Pavillon in Barcelona

Fotos: Pere Pratdesaba, Lúa Coderch, Christoph Liebentritt, Florian Langhammer

Lúa Coderch Website
Galerie Àngels Barcelona

#loveart, #luacoderch, #100haeuser

Ausschnitt aus Gold, 2014; Digitales Video in HD, 28’43”

Architektur und Kunst können als Ausdruck verstanden werden, wie sich der Mensch gegenüber seiner Umwelt behauptet, und wie er sie zu meistern versteht. 

Wir haben für das Magazin »100 Häuser« verschiedene Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler, die dieses Zusammenspiel unter vielfältigen Aspekten betrachten und neu aufzeigen, als limitierte Kunsteditionen zusammengestellt.

»100 Häuser« präsentiert als einziges deutschsprachiges Magazin die Vielfalt länderspezifischer Baukultur. 100 Projekte von 100 Architekten geben einen facettenreichen Überblick der unterschiedlichen Bauweisen und vielfältigen Formensprachen eines Landes.

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