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Tina Lechner »Gina«

Editionen
Weiße Kopfskulptur, seitliche Ansicht, glatte Oberfläche, neutraler Hintergrund

Silbergelatin-Abzug
22 x 16,8 cm
gerahmt

Edition von 10 + 2 AP

850 Euro

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Gina, 2015/2023

Inspiriert von Oskar Schlemmer, setzt Tina Lechner mit Gina in ihrer Edition auf die Tiefe und Haptik analoger Schwarz-Weiß-Fotografie und spielt mit der Balance zwischen Abstraktion und Figuration, aber auch zwischen Subjekt und Objekt. Sich zwischen Kunstgeschichte und posthumaner Vision bewegend, beschäftigt sich die Arbeit mit Identität und dem Bewusstsein dafür.

Person in black ribbed sweater and jeans stands with arms crossed by a window in a modern living room with gray walls and art.

Tina Lechner

Der weibliche Körper gilt als Nukleus in Tina Lechners (*1981, St. Pölten), analogen, bislang überwiegend Schwarz-Weiß-Fotografien. Dieser fungiert dabei als Leinwand und wird mit selbstgeschneiderten, futuristisch anmutenden Kostümen, erweitert und verzerrt. Die Modelle, die sich zwischen Mensch und Maschine bewegen, geben nicht eindeutig Aufschluss über ihre Natürlichkeit oder Fiktion; vielmehr wird die menschliche Form mit abstrakten, rätselhaften Formen und Silhouetten verborgen. So äußern sich Tina Lechners Werke in anachronistisch-visueller Sprache als fotografische Skulpturen, die einen Gegenpol zu unserer gegenwärtigen digitalen Bilderflut bilden und zur intensiveren Betrachtung und Auseinandersetzung einladen.

Inzwischen hat Tina Lechner ihr Werk um farbige Aufnahmen ergänzt. In neueren Werke verschwinden ihre Modelle zunehmend und entwickeln ein Eigenleben. Im Prozess der fotografischen Inszenierung entfremden sich so die abgelichteten Objekte immer mehr der menschlichen Form und werden teilweise zu geometrischen Stillleben.

Lesen Sie unser Ateliergespräch mit Tina Lechner.

Texte: Livia Klein
Foto: Gerhard Wasserbauer

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