In the Studio

TOMAK

Wien, Österreich

»Heute haben alle Angst davor, dass sie ihre Kultur verlieren. Welche Kultur, frag ich mich da. Andreas Gabalier? Jesus Christus?«

TOMAK ist nicht bloß Künstler – er ist eine Kunstfigur, eine Inszenierung und eine Marke. Eine Kampfansage in fünf Großbuchstaben. Ein Pseudonym, das polarisiert, provoziert und sich Gehör verschafft. In seiner Wohnung in der Mariahilfer Straße im 6. Wiener Gemeindebezirk treffen wir TOMAK und sprechen mit ihm über sein neues Projekt DER ANTIST, seinen Anspruch an Kunst und über „sieben Minuten malen“.


In den Kaffeehäusern und Kneipen hier in Wien liegen überall Flyer mit der Aufschrift „DER ANTIST. Magazin der Wiener Avantgarde“. Was ist der Antist?
Der ANTIST ist ein gemeinsames Projekt von mir und Lukas Pusch, einem super Künstlerkollegen. Wir beide produzieren und publizieren das Magazin, weil wir Kunst lieben. Die Liebe zur Kunst scheint mittlerweile oft verloren gegangen zu sein. Seitdem es einen Kunstmarkt gibt, gibt es ja keine Kunst mehr. Das Heft ist ziemlich aufwändig gestaltet und mit Siebdruck und anderen Veredelungen produziert. Dass wir nun ein Magazin machen, kommt nicht von ungefähr, das ist dringend notwendig!

Mit dem ANTIST bist du nun auch Verleger. Gibt es in der Zeitschrift nur Beiträge von Lukas Pusch und dir oder auch Fremdbeiträge?
Wir haben viele Beiträge von Kolleginnen und Kollegen im Heft. Ines Doujak beispielsweise, eine Freundin von uns, die durch ihre Aktion im MACBA in Barcelona bekannt geworden ist, schreibt in der ersten Ausgabe. Es gibt auch ältere Beiträge von Untergrundkünstlern aus Berlin und Russland sowie acht Seiten über Kunst von Häftlingen. Aber auch Texte von Lukas und mir. Lukas ist der eigentliche Chefredakteur der Zeitschrift. 

Der ANTIST ist eine gute Mischung. Ich bin dabei im Grunde nur derjenige, der schaut, dass alles schön „scharf“ bleibt. ANTISTisch und nicht ARTISTisch. Lukas wollte zum Beispiel unbedingt zwei E-Mails von mir an meine Galeristin abdrucken. Man muss sich ja, wenn man Kunst macht, immer erklären, sich mitteilen. Wer kann schon wissen, was das alles soll, was man da verbricht?

Was bedeutet ANTIST?
Das ist ein Wort, das ich erfunden habe. Es ist eher eine Haltung. Es definiert eine Anti-Haltung. Statt „Be an Artist – Be an ANTIST“. Aus diesem ganzen Ideenpool entsteht die Zeitschrift. Die Erstausgabe kam Anfang November heraus. Vor Weihnachten wird es noch eine weitere Ausgabe geben. Das Konzept ist bereits lange in unseren Köpfen gereift. Angelehnt ist es an das großartige Projekt von Günter Brus „Die Schastrommel“, in dem Brus auch immer wieder die Formate gewechselt hat. Wir werden das Format erst einmal beibehalten, zukünftig werden wir dieses jedoch auch mal wechseln. In der Weihnachtsausgabe beschäftigen wir uns mit „Landschaften“ und im Frühjahr mit dem – vor allem in Österreich – problematischen Thema „Staatskunst“ bzw. vom „Staat geförderte Kunst“. Die den „Markt“ völlig verfremdet. 

Die Präsentation der ersten Ausgabe fand in einem sehr alten Boxclub statt, der Box-Union Favoriten; die beste Schlagschule Mitteleuropas. Vor der Präsentation war dort noch Boxtraining. Da hat es ganz schön nach Männerschweiß gestunken. Auch das gehört zum ANTIST. Lukas Pusch war früher selbst Boxer. Da wir den ANTIST auch als Kampfansage sehen, dachten wir das passt ganz gut.

Im Sommer werden wir dann nach Antist fahren, ein Dorf in den Pyrenäen. Ein unglaublich geiles, mittelalterliches Dorf. Mit Wirtshaus und so weiter. Dort wollen wir die Sommerausgabe gestalten. Deswegen habe ich mir auch gerade eben ein Auto angeschaut, das ich mir kaufen möchte, denn wenn man nach Antist fährt, braucht man schon ein gescheites Auto.

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Warum macht ihr denn den ANTIST? Braucht die Welt noch ein weiteres Kunstmagazin?
Ja. Weil es wichtig ist. Weil es für die Kunst wichtig ist. Wir machen ja keine Auflage von 200 Stück, weil wir denken, damit Geld verdienen zu können. Das Geld, das damit eingespielt wird, interessiert uns nicht. Uns geht es um die künstlerische Message, die heutzutage in der gesamten westlichen Kunst fehlt. Die gibt es nicht mehr. Es geht nur noch um den „Kunstmark“ – dieses Wort gab es vor zwanzig Jahren noch gar nicht. Heute geht es darum, wer in irgendwelchen Ranglisten am besten ist. Wenn man sich die Hitparade anschaut, da sind ja auch die Besten immer die Ersten wie ein depperter Gabalier, ein geschissener DJ Ötzi oder die fucking Helene Fischer. 

Mittlerweile sind nicht mehr ausschließlich Künstler in den Rankings, sondern zunehmend die Galeristen und Kuratoren. Das löst sich alles selbst auf. Der richtige Sammler, nicht der Neureiche, kauft sicher nicht in der teuersten Galerie, der wäre ja deppert. Dort verkauft er seine Kunst vielleicht wieder. Manche Galeristen sind auch deswegen im Ranking Nummer eins, weil sie an irgendwelche neureiche Russen verkaufen. Da geht es dann gar nicht mehr um Kunst, sondern nur noch um Wert.

Du bist seit einiger Zeit bei einer neuen Galerie. Was ist denn dein Anspruch als Künstler an eine Galerie?
Ja, im November 2015 eröffnete ich bei Lisabird Contemporary in Wien, in den neuen 500qm-Räumen meine neuen Arbeiten: Die Ausstellung „TOMAK Malpractice“, in der über 70 neue Arbeiten zu sehen waren. Wir haben da ein schönes Konzept entwickelt. Die Aufgabe einer Galeristin ist die Vermarktung, besser gesagt, die Vermittlung der Arbeiten an Kuratoren, Sammler und Museen. Die Vermittlung der Kunst ist das wichtigste, nicht die Vermarktung. Daher ist Vermittlung das richtige Wort. Man muss die richtigen Leute holen, die Interesse an meinen Arbeiten haben könnten. Das macht meine Galeristin gut. Wir sind ein sehr gutes Team. Wir waren gerade erst in Istanbul auf der Messe, die sehr erfolgreich war.

Wie ist das eigentlich, hast du als Künstler, nachdem du eine Arbeit verkauft hast, noch Einfluss auf die Art und Weise der Präsentation deines Werks? Oder interessiert dich das dann nicht mehr? 
Die großen Sammler stellen die Arbeiten, die sie gekauft haben, sowieso meist ins Depot. Was ein Sammler damit macht, darauf hab ich keinen Einfluss. Daran weiter zeichnen oder weitermalen, dürfte er, glaube ich, nicht. Ansonsten darf er alles damit machen. Das finde ich auch gut so. Das Beste, was ich je gesehen habe, war ein Basquiat-Bild, 3,50 Meter breit und circa 2,50 Meter hoch, das an der Wand hinter dem Bett von Donatella Versace hing. Davor ein barockes Bett und links und rechts barocke Nachtkastl. Das sah so geil aus! So muss das Leben mit Kunst sein! Das hat mir sehr gut gefallen. 

Ich finde es auch nicht schlecht, wenn jemand vor einem meiner Bilder einen Blumenstrauß stehen hat. Manchmal muss ich aber schon lachen, wenn man in Räume kommt, in denen die Bilder alle wahnsinnig hoch hängen, dass man die Bilder nicht mehr richtig sehen kann, oder eine 2,20 Meter hohe Skulptur in einem 2,25 Meter hohen Raum steht. Mir sind die Sammler lieb, die sich jeden Tag zu ihrem Rotwein ein anderes Bild aus dem Depot holen und es genießen.

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Die soziale Aufgabe eines Künstlers hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Was heißt es für dich heute Künstler zu sein?
Mit dem ANTIST propagieren wir die eigentliche Aufgabe des Künstlers: Gesellschaftskritisch zu sein, gefährlich zu sein. Mir würde beispielsweise in Österreich kein Künstler einfallen, der zu den aktuellen Problematiken Stellung bezieht. Und: Wir hatten gerade erst Wahlen in Wien! Früher war das anders. Ein Hrdlicka oder Hundertwasser haben die Politiker öffentlich „Trottel“ geschimpft. Das macht heute niemand mehr! Viele Künstler sind heute nicht mehr frei. Sie haben sich in Abhängigkeiten begeben.

Der letzte, der mit seiner Kunst noch Leute bewegt hat, war Claus Peymann. Der hat zu bestimmten Themen immer die Gosch’n aufgemacht. Ihm hat man zugehört, weil er vom Staat angestellt war. Als Künstler, der auf sich selbst gestellt ist, kannst du ja sagen, was du willst – mehr oder weniger. Wenn du aber bei den Wiener Festwochen ein großes Projekt machst, wie Schlingensief beispielsweise, dann wirst du wahrgenommen und gehört, denn es sind ja öffentliche Gelder, die dafür „verschwendet“ werden. Dann hört auch das Volk zu. So ist es hier in Österreich.

In Deutschland wird Kunst noch in einem größeren Zusammenhang diskutiert, da ist die Situation noch etwas anders. Leider wird allerdings auch in Deutschland über Kunst nur noch im inneren Zirkel der Kunst diskutiert. Immerhin wird dort noch über Kunst diskutiert! In Österreich ist das nicht mehr der Fall. Das Land ist einfach zu klein, jeder kennt jeden und keiner hat die „Eier“, was zu sagen.

Es muss eine neue Generation Künstler her. Die jetzige Generation hat sich mit Bahnhofsskulpturen und – folierungen mehr oder weniger selbst verkauft. Damit sind sie reich geworden, sind Professoren geworden und haben sich ihr Schlösserl gekauft. Das sind für mich keine Künstler mehr, sondern kleine depperte Bürger. Ein Michelangelo hat den Papst mit Leck mich am Arsch beschimpft und ihm seinen Auftrag an den Kopf geknallt. Nach zwei Geldsackerl mehr machte er es dann doch! Aber davor hat er ihn beschimpft. Ich glaub man muss mal wieder ordentlich beschimpfen. Ich kann mir das leisten, da ich in den großen Sammlungen der staatlichen Museen schon vertreten bin. Ich kusche da nicht. Die „Fuck you“-Haltung der 80er Jahre ist verloren gegangen.

Denkst du, dass die neue Generation, jene, die jetzt an den Akademien ist, das ändern wird?
Nein ganz und gar nicht. Da kommt nichts nach. Das muss ich machen, meine Generation. Jetzt kommt wieder die Abstraktion. Keine Aussage mehr auf den Bildern. Alles ganz banal. Das ist keine Kunst mehr, das ist Design. Eine Kunstmesse ist heute auch keine Kunstmesse mehr, auch da nur Design. Nur weil was 10 x 10 Meter ist, ist es keine Kunst. Nur weil der Helnwein seine blutigen Kinder zeigt, soll es Kunst sein? Das hat man in jedem Horrorfilm. Das ist der größte Müll, den es gibt!

Es geht in der Kunst doch nicht um schockieren. Kunst hat andere Aufgaben. Es geht um den Inhalt, den Kunst transportiert. Schockieren kann man den „Kleinbürger“. Der interessiert mich aber nicht. Der kann in seinem Dorf sitzen und sich vor den Minaretten fürchten. Früher wurden Moscheen zur Stadtverschönerung gebaut. Heute haben alle Angst davor, dass sie ihre Kultur verlieren. Welche Kultur, frag ich mich da. Gabalier? Jesus Christus?

Welche Kunstinstitutionen in Österreich findest du spannend? Gibt es welche?
Ja, schon. Im Vergleich zu München beispielweise gibt es weniger spannende Kunstorte in Wien. In München werden die großen, internationalen Künstler gezeigt. Für eine Matthew Barney Ausstellung fahr ich gerne nach München. Gehe noch in den Biergarten und hatte einen schönen Tag. Kunst ist ein Wirtschaftsfaktor, auf den die Stadt München vehement setzt. In München werden großartige Sachen gezeigt.

Wien hat sicher nicht weniger Geld als München. Die Politik forciert es nur leider nicht, sich mit zeitgenössischer Kunst ein Image aufzubauen. Es gibt natürlich auch Lichtblicke in Wien, was die Kunstinstitutionen betrifft. Das Kunsthistorische Museum ist aus dem Winterschlaf aufgewacht und macht ein hervorragendes Programm. Das 21er Haus versucht, mit guten Ausstellungen Leute anzuziehen. Es hat nur ein typisch wienerisches Problem: Alle finden, dass das 21er Haus  weit ab vom Schuss ist. Das wird sich allerdings bald ändern, denke ich, je weiter sich das Viertel rund um den Hauptbahnhof entwickelt.

In München gibt es eine Reihe guter Leute, die Kunst „amerikanisch“ präsentierten. In Amerika weiß man eben, wie man Kunst präsentiert. Ich hab in New York im MoMA mal eine Schiele-Ausstellung gesehen, in der die Wände alle schwarz ausgemalt waren. Darauf würde man hier gar nicht kommen. Die Bilder sahen tausend Mal besser aus. Auch in Deutschland wird das oft sehr viel besser gemacht. Hier in Österreich gibt es lauter Beamte und die hören auf den „Kaiser“. Niemand will Verantwortung übernehmen. Das ist ein Problem. Das ist Österreich.

In Österreich überträgt man dem Bürger keine Verantwortung. Deshalb erwartet der Bürger immer was von „oben“, das kommt vom lieben Gott oder vom Kaiser. Wer so Gas gibt wie ich – und es gibt schon ein paar Leute, die fleißig sind und Gas geben –, rennt von einem Termin zum anderen, weil es eben auch Spaß macht zu arbeiten. Es macht Spaß, Bilder zu malen, ein Magazin zu gestalten. Da hängen ja auch eine Menge Leute dran, Grafiker, Buchdrucker, Buchbinder, Galerien, Verlage. Da geht dann schon was weiter.

»Mir sind die Sammler lieb, die sich jeden Tag zu ihrem Rotwein ein anderes Bild aus dem Depot holen und es genießen.«

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Man sagt ja, dass du wahnsinnig viel arbeitest. Tag und Nacht. Stimmt das?
Naja irgendjemand muss ja die Bilder machen. Heute ist halt kein „Bildermachtag“. Heute ist so ein anderer Tag. Ihr seid jetzt der vierte Termin heute. Danach werde ich Feierabend machen und ein Bier trinken. Morgen jedoch bin ich wieder im Atelier und Sonntag auch und am Montag, am Feiertag, auch.

Und dann wird durchgearbeitet? Wie schaut so ein „Bildermachtag“ bei dir aus? Daniel Richter zum Beispiel über seinen Atelieralltag: „Die Wahrheit ist, dass ich da manchmal tagelang rumsitze, Platten höre, Singles sortiere, Bücher lese und sieben Minuten male. Ich mag das Malen selber nicht, es ist klebrig, immer sind die Finger schmutzig.“
Liebe Grüße! So schaut die Kunst dann aber auch aus. Gut, dass er Bücher liest. Nur sollte er die richtigen Bücher lesen. Schickt ihm doch mal eines von mir. Lies doch mal ein richtiges Buch, Daniel!

Du hast ja eben, nach relativ kurzer Zeit ein weiteres sehr umfangreiches Buch gemacht.
Ich sehe das als eine Art Archiv, eine Aufarbeitung, eine Katalogisierung meiner Arbeiten. Das ist für die Sammler, die natürlich sehen wollen, was es noch alles gibt, und es ist ein sehr gutes Werbemittel. Aber auch für mich selbst ist gut. Als Bestätigung meiner Leistung. Für die Ausstellungsmacher ist es zum Nachschlagen und Arbeiten natürlich auch sehr nützlich. Online ist das so gar nicht möglich. Online ist die Aufmerksamkeitsspanne viel zu kurz. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist es noch immer billiger als ein Aston Martin! Ich plane ja schon das nächste Buch.

Deine Arbeiten bestehen aus mehreren Ebenen. Meist eine malerische Ebene, eine grafische Ebene und eine Textebene. Du musst ja ein riesiges Archiv haben an alten Grafiken haben.
Ich sammle alte Bücher, alte Stiche, die ich in Antiquariaten finde. Ich hab da Bücher für 700 Euro, die ich dann zerschneide und wieder zusammenwürfle. Bis dann die Story eines Bildes passt, dauert das manchmal schon sehr lange. Wenn jemand ein TOMAK Bild kauft, kostet das schon was. Das ist aber nicht Kunstmarkt abhänging. Das ist meine gesunde „Marktentwicklung“. Den Preis bin ich einfach wert.

Text spielt in deinen Arbeiten immer eine Rolle. Es gibt also keinen TOMAK ohne Text?
Es gibt fast immer eine Headline, ja. Durch den Text bauen sich viele Bilder auch zusammen. Es entwickelt sich eine eigene Symbolik in meinen Arbeiten.

Auf welchem Medium malst du? Sind das Tafeln oder Leinwand?
Ich male auf Leinwände, die teilweise wieder auf Leinwände aufgezogen werden. Das ist alles ziemlich aufwändig.

Woran arbeitest du zur Zeit?
Mit meiner Ausstellung bei Lisabird im November bin ich schon lange fertig und schon bei der nächsten Ausstellung für Linz. Viele fragen sich, wann ich das alles mache. Der Typ ist einfach organisiert.

Du organisierst dich selbst oder hast du jemanden, der deine Termine plant?
Wer soll mich sonst organisieren. Ich hatte Assistentinnen. Die sind da aber nicht mitgekommen mit meiner Geschwindigkeit.

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Sammelst du selbst Kunst?
Nein. Ich sammle eher so kleine Sachen für meinen Setzkasten. Ich spare auf einen Aston Martin, da kann ich mir keine Kunst kaufen. Mir wird manchmal Kunst geschenkt. Die stelle ich dann in meine Abstellkammer.

Das ist dann ja ähnlich wie bei Damien Hirst, der sich freut, dass er auf seinem Klo einen Francis Bacon hängen hat.
Das ist Marketing. Er selbst ist ja eine Marke. Leider ist seine Kunst ziemlich flach geworden. Er hatte ein gutes Jahr. Das erste Jahr. Da war er noch agressiv. Es war neu und gut. Nur er hat sich nicht weiterentwickelt. Wenn man eine Marke ist, wollen alle was von dir. Was macht man dann? Man wird flach! Ich mache das nicht. Alle wollen Zeichnungen von mir, aber ich mache keine! Ich habe genügend Zeichnungen gemacht! Für eine Zeichnung bekomme ich 7.000 Euro, für ein Bild bekomme ich 30.000 Euro! Und es macht mehr Spaß, auf einer großen Fläche zu arbeiten. Zeichnen ist sehr anstrengend.

Wie geht’s weiter, was kommt als nächstes?
Gerade eben ging im Joanneum die Ausstellung „Das gezeichnete Ich“ zu Ende, in der ich mit 20 Bildern vertreten war. Ich bin im Frühjahr mit Lisabird in Dallas in Texas auf der Messe, die sehr aufstrebend ist. Davor bin habe ich noch in Linz eine Ausstellung. Gerade bin ich „heiß“

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Interview: Michael Wuerges, Silvia Jaklitsch
Fotos: Maximilian Pramatarov

Links
TOMAK Website
TOMAK bei Lisabird Contemporary


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Text: TOMAK, Roman Grabner, Elsy Lahner, Yoab Vera, Florian Rist
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Details: Hardcover, 30 x 22 cm, 258 Seiten, 180 Abb. in Farbe, 96 in s/w
ISBN 978-3-903004-35-1
38,00 Euro

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