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Christoph Weber »Close Disclose«

Editionen
Aufrechter Betonquader mit rauer, unregelmäßiger Oberfläche, steht auf beigem Tisch vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 01, 2020

Gegossener Beton
36 x 21 x 4 cm
Höhe leicht variabel

Serie von 14 Unikaten

1.500 Euro

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Close Disclose, 2020

Für Close Disclose hat Christoph Weber eine Reihe von in Beton gegossenen Skulpturen geschaffen. Für ihre Herstellung verwendete Weber eine rechteckige Gussform mit abgeschrägten Boden, um die Art und Weise zu beeinflussen, wie der Beton fließt und sich in der Form absetzt bevor er aushärtet.

Das Ergebnis ist eine keilförmige, nach oben strebende Skulptur. Jeder Guss weist an seinen beiden Seitenwänden eine unterschiedliche Oberfläche auf: eine glänzende und eine raue. Sie stellen die beiden ästhetischen Extreme dar, die aus einem Gussverfahren entstehen können, was sich auch im Titel des Werkes widerspiegelt - "geschlossen" und "offen". Intuitiv würde man erwarten, dass die "geschlossene" Seite die glatte und glänzende, reflektierende Seite bezeichnet, während die "geöffnete" Seite diejenige ist, die die Zutaten der Mischung sowie Einschlüsse offenbart, die während des Gussprozesses entstehen.

Umgekehrt sind diese Worte jedoch ebenso beschreibend für die jeweils andere Seite: "Exponiert" könnte auch als die Seite interpretiert werden, die durch die transparente Schicht auf ihrer Oberfläche einen direkten Blick in das Material bietet, während "geschlossen" auch die rauere Seite der Form bezeichnen könnte, die die verschiedene Teilchen, den sogenannten Zuschlag, der während des Gießens nicht absinken konnte, einschließt.

Graue Steinplatte steht senkrecht auf sandfarbenem Boden vor heller Wand.

Close Disclose 01, 2020

Aufrechter Betonquader mit rauer, unregelmäßiger Oberfläche, steht auf beigem Tisch vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 01, 2020

Grauer Betonquader steht senkrecht auf hellem Untergrund vor weißer Wand.

Close Disclose 02, 2020

Aufrecht stehender Betonblock auf einer sandfarbenen Tischplatte vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 02, 2020

Grauer Grabstein mit abgerundetem oberen Rand steht auf sandigem Boden vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 03, 2020

Aufrecht stehende Steinplatte, grobtexturiert mit unregelmäßigen Erhebungen, auf beigem Boden vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 03, 2020

Hellgrauer Grabsteinblock, rechteckig mit unregelmäßigem Oberrand, steht auf sandfarbenem Boden vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 04, 2020

Grauer Grabstein mit unregelmäßiger, knolliger Oberseite steht auf sandfarbenem Boden vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 04, 2020

Grauer Grabstein aus Beton steht auf sandfarbenem Boden vor hellem Hintergrund

Close Disclose 05, 2020

Wettergegerbter, rechteckiger Steinblock mit rauen Erhebungen an der Oberkante, steht auf beigem Boden vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 05, 2020

Grauer Steinblock steht senkrecht auf beigem Untergrund vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 06, 2020

Betonquader-Skulptur mit rauen Erhebungen an der Oberseite, steht auf sandfarbener Fläche vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 06, 2020

Grauer Grabstein steht auf beigefarbenem Boden vor weißem Hintergrund.

Close Disclose 07, 2020

Betonblock mit rauer Oberflächenstruktur aus Knötchen, stehendes rechteckiges Objekt auf beigem Tisch vor hellem Hintergrund.

Close Disclose 07, 2020

Christoph Weber

Der österreichische Künstler Christoph Weber (*1974 in Wien) manipuliert Beton, scheinbar einem Drang folgend, sich der herkömmlichen Verwendung des Materials zu widersetzen zu wollen. Als Material, das an sich von geringem Wert ist, hat Beton wie kein anderes seinen Weg in die Architektur- und Symbolgeschichte der Moderne gefunden. Sowohl als Baumaterial als auch als Metapher vermittelt er Assoziationen von Starrheit, Unnachgiebigkeit, Auferlegung und, im weitesten Sinne, Brutalität und Gewalt.

Trotz seiner oberflächlichen Härte und seines abweisenden Charakters offenbart Beton ein reiches Eigenleben und eine prozessuale Qualität, an der Weber interessiert ist. Genau in dem Moment, in dem der Beton seinen Zustand von zähflüssig zu fest verändert, hebt, kippt oder faltet der Künstler das Material und zwingt es in eine Form, für die es nicht vorgesehen war.

„Beton ist normalerweise mächtiger als der Mensch, aber ich arbeite in einem Maßstab, den ich bewältigen kann“, sagt Weber. „Ich versuche, etwas zu beherrschen, das uns normalerweise beherrscht.“ Seine skulpturalen Werke bewegen sich zwischen Assoziationen von Aufbau und Zerstörung, Gewalt und Zerbrechlichkeit, Bedrücktheit und Hoffnung und sind von einer ausgeprägten „lakonischen Traurigkeit“, wie er selbst sagt. Sowohl grob als auch geschmeidig, massiv und zerbrechlich, starr und unbeweglich wirken sie, als ob sie ein Erstarren der Zeit selbst verkörpern würden.

Photos: mit freundlicher Genehmigung des Künstlers

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